
Somatic Experiencing ist ein körperorientierter, traumasensibler Ansatz, der den Blick weg von der reinen Geschichte des Erlebten und hin zur aktuellen Regulation des Nervensystems lenkt. Im Mittelpunkt steht nicht das Wiedererzählen belastender Erfahrungen, sondern das achtsame Wahrnehmen dessen, was im Körper jetzt spürbar ist.
Überwältigende Erfahrungen hinterlassen Spuren im Nervensystem, wenn Schutz- und Stressreaktionen nicht vollständig abgeschlossen werden konnten. Diese zeigen sich oft als innere Anspannung, chronische Wachsamkeit, Erschöpfung oder ein eingeschränktes Körper- und Gefühlsgefühl – unabhängig davon, wie lange das Ereignis zurückliegt.
Somatic Experiencing arbeitet mit Verlangsamung, feiner Wahrnehmung und klarer Orientierung an Sicherheit. In kleinen, gut dosierten Schritten wird das Nervensystem eingeladen, zwischen Aktivierung und Entspannung zu pendeln und dabei Ressourcen wie Stabilität, Präsenz und Selbstwirksamkeit spürbar werden zu lassen.
Der Ansatz folgt der Überzeugung, dass Regulation nicht durch Druck oder Analyse entsteht, sondern durch Raum, Zeit und eine respektvolle Begleitung im eigenen Tempo. So kann sich das Körper- und Nervensystem wieder als tragfähige Grundlage für Kontakt, innere Klarheit und Lebendigkeit erfahren.
NARM (Neuro Affektives Beziehungsmodell) nach Dr. Lawrence Heller PhD

ist ein körper- und beziehungsorientierter Ansatz zur Arbeit mit Entwicklungs- und Bindungstrauma, der den Blick auf das richtet, was sich im gegenwärtigen Moment zwischen innerem Erleben, Körperempfindung und Beziehung zeigt.
Im Mittelpunkt steht die Wiederannäherung an einen gesunden, authentischen Kontakt mit sich selbst und anderen.
Viele frühe Erfahrungen von Nicht-Gesehen-Werden, emotionaler Unsicherheit oder notwendiger Anpassung führen dazu, dass wir den Kontakt zu unseren eigenen Bedürfnissen, Impulsen und Gefühlen einschränken oder gar verlieren.
Diese Anpassungen waren einst sinnvoll und schützend – wirken jedoch im Erwachsenenleben oft als innere Distanz, Beziehungsdynamiken, Selbstzweifel , Selbstverurteilungen oder das Gefühl, nicht ganz bei sich zu sein.
NARM unterstützt, frühe Überlebens- und Anpassungsmuster bewusst wahrzunehmen und ihre heutige Wirkung zu verstehen. Der Fokus liegt darauf, die Verbindung zum eigenen Erleben, zum Körper und zur Selbstregulation im gegenwärtigen Moment zu stärken und neue Wahlmöglichkeiten im Kontakt mit sich selbst und anderen zu eröffnen.
NARM unterstützt dabei, diese Überlebens- und Beziehungsmuster behutsam zu erkennen, ohne sie zu bewerten oder zu analysieren. Statt sich auf belastende Vergangenheitsinhalte zu fokussieren, richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, wie sich diese Muster heute im Körper, im Erleben und im Kontakt zeigen – hier und jetzt.
Ein zentraler Aspekt der NARM-Arbeit ist die Verbindung von Bewusstheit und Regulation:
Wie fühlt sich Kontakt im Körper an?
Wo entsteht Spannung, Rückzug oder Anpassung?
Und was wird möglich, wenn mehr Präsenz, Wahlfreiheit und Selbstwahrnehmung entstehen dürfen?
In der gemeinsamen Arbeit entsteht ein Raum, in dem Selbstregulation, Eigenverantwortung und echte Verbindung gestärkt werden können. So wird es zunehmend möglich, nicht aus alten Schutzstrategien heraus zu reagieren, sondern in lebendigerem Kontakt mit sich selbst zu stehen – klarer, verbundener und authentischer.






